Erste Abkühlung diesen Sommer

Ich kann wegen technischen Problemen erst jetzt wieder schreiben, tut mir leid.
Das Highlight der Woche war ganz sicher mein erster Besuch im Schwimmbad nach der Transplantation. Es war ziemlich komisch, als ich so in’s Schwimmbad rein gelaufen bin. Es hat mich zwar ganz schön Überwindung gekostet, aber ich habe es tatsächlich geschafft. Ich kann leider nicht sagen ob ich oft “angestarrt” wurde, weil ich meine Brille ja im Wasser nicht auf hatte und ich somit auch die Gesichter der Leute nicht sehen konnte. Von demher war es dann überhaupt nicht schlimm und ich freue mich schon auf das nächste Mal 🙂

Das Jahr danach

  • Am Montag war es ein Jahr her, seit meinem Zusammenbruch zu Hause
  • Am nächsten Montag vor einem Jahr, hatte ich den fatalen Herzstillstand
  • Heute vor 8 Monaten wurde ich transplantiert

Diese Woche vor genau einem Jahr ist also eine Menge passiert. Leider hab ich immernoch nur sehr bruchstückweise eine Erinnerung an die Woche in Bad-Krozingen, vor dem Herzstillstand, der dann schließlich mein Leben verändern sollte.

Erstaunlich ist auch, dass die Transplantation jetzt schon 8 Monate zurück liegt. Die Zeit verging wie im Flug und ich fühl mich schon wieder völlig normal, weil ich wieder mehr Kraft habe und fast alles machen kann, was ich will.

Ich hätte kein Problem damit, wenn die nächsten Jahre weiterhin so gut verlaufen, oder sogar noch besser 🙂

Das mit der Herzklappe ist (vorerst) wieder einigermaßen in Ordnung und ich konnte alle Arbeiten mitschreiben… Ging also doch noch gut 😉

Der schönste letzte Ferientag meines Lebens

Also ich musste tief in mich gehn, um diesen Eintrag zu schreiben. Ich bin ja bekannt dafür dass ich mich gern mal mit Pflegern, Ärzten oder sogar Professoren anlege und… naja… ab und zu… etwas sarkastisch bin 😉
Aber diesmal muss ich echt aufpassen, was ich sag, sonst hab ich noch ein paar Klagen am Hals und dann is fertig mit Internet Tagebuch.
So, von Anfang an:
Ich sollte heute Morgen in die Klinik für eine Herzkatheteruntersuchung. Ist eigentlich nicht weiter tragisch. Mein Lungendruck ist erhöht und da muss man halt mal schauen, was los ist und welches Medikament hilft, und das geht halt am besten vor Ort (im Herz).
Aber sowas hab ich dann echt noch nie erlebt. Wir kamen um Punkt 9 auf die Station, in der Hoffnung, dass ich heute Abend, nach der Untersuchung, schon wieder daheim bin… Ich nehm’s schonmal vorweg: Falsch gedacht!
Der Punkt ist jetzt nicht der, dass ich noch in der Klinik bin – Neiiiiin – Ich bin schon wieder daheim…. Aber ohne, dass auch nur irgendwas an mir gemacht wurde außer Blut abgenommen, unnötigerweise einen Zugang in die Vene gelegt (zur Sicherheit versteht sich) und mir Fragen gestellt wurden, bei denen ich nurnoch den Kopf geschüttelt hab. Nachdem ich dann gesagt hatte, dass mich jeder der will, anrufen darf und dass ich doch bitte reanimiert werden wolle, falls etwas passieren würde, haben wir gewartet…
… gewartet…
… und gewartet…
Irgendwann hieß es, dass das heute nichts mehr gemacht wird und der Oberarzt jetzt entscheiden muss, ob ich heim darf und am Dienstag wieder kommen soll oder ob ich dort bleiben muss (Ich werfe hier nochmal kurz ein, dass ich keine Beschwerden hab und das eigentlich lediglich eine kurze Kontrolluntersuchung hätte geben sollen)
Bis sich dann der Oberarzt gütigerweise dazu entschieden hatte, dass ich heim darf, hieß es widerum warten.
Dann musste noch ein Arztbrief verfasst werden, der, wenn es nach dem ginge, was gemacht wurde, nach 5 Minuten hätte geschrieben sein sollen.

Nun gut, ich fass nochmal zusammen:
Ich bin daheim. An meinem letzten Ferientag musste ich um 8 Uhr aufstehen. Ich war an meinem letzten Ferientag 7 Stunden in der Klinik. Ich darf, wenn Schule ist und wir eigentlich wichtige Arbeiten schreiben, nochmal in die Schule und meine Versetzung rückt wenn ich Pech hab wieder ein Stück in die Ferne.
Danke Uni-Klinik Freiburg, du schaffst es doch immer wieder, dass ich hier (indirekt) böse werden muss 😉

Anstrengendes Wochenende

Das letzte Wochenende war ziehmlich stressig. Am Samstag musste ich früh raus und in der Fußgängerzone in Freiburg für Organspendeausweise werben. Durch diese umstrittene “Show” in Holland haben wir glaube ich überdurchschnittlich viele an den Mann/die Frau gebracht 🙂
Wäre die Show echt gewesen, wäre es ein harter Rückschlag geworden, aber so denke ich, war das keine schlechte Promotion für dieses Thema.
Mittags dann gleich weiter zur Bandprobe und dort noch fast drei Stunden gesungen. Am Abend hatte ich dann “frei”. Sonntag Mittag war dann unser Auftritt. Wir haben alles (8 Lieder) zwei mal gespielt. Das erste Mal war ich noch nervös und wusste nicht so richtig, was ich da tun sollte außer singen, aber beim zweiten Durchgang ging ich dann ab wie Schmids Katz 😉
Alles lief dann auch problemlos ab, sodass es am Ende richtig Spaß gemacht hat 🙂

Jetzt hat auch schon wieder die zweite Hälfte der Ferien begonnen und ich muss so langsam mal was für die Schule tun…. Will ja schließlich versetzt werden…