Es geht bergauf …

… doch der Weg ist steil.

Daniel‘s Zustand hat sich in dieser Woche wieder gut verbessert. Seine Infusionen werden weniger und die Medikamentendosen geringer. Er sitzt jetzt als fast den ganzen Tag in seinem Stuhl, schaut fernseh, liest oder genießt einfach nur die Ruhe wenn kein Besuch da ist. Nebenher macht er als noch Handeltraining mit einem vollen Infusionsbeutel 🙂

Was ihm nur momentan zu schaffen macht sind seine ab und zu stärker auftretenden, stechenden Schmerzen in den Beinen, die ihn teilweise sehr an die Frustationsgrenze bringen.

Eine Verlegung zur Normalstation ist am Donnerstag geplant. So lange muss er jedoch noch in seinem dunklen Isolationszimmer ausharren.

Noch etwas in eigener Sache:

Unter dieser Adresse sind viele Infos zur Organspende bzw. zu einem Organspendeausweis zu finden. In Deutschland ist es leider so, dass Organe meistens nur entnommen werden können, wenn man so einen Ausweis bei sich trägt.

Ich will keinen dazu überreden. Jedoch kann es nicht schaden sich darüber zu informieren.

Die Woche danach

Es ist nun eine Woche her, seit Daniel sein neues Leben beginnen durfte.

Er überstand seine Operation ohne größere Komplikationen und konnte bereits am Montag wieder von der Beatmung genommen werden. Seither bessert sich sein physischer Zustand ständig. Er ist wieder wie immer wach und ungeduldig. Nur seine Essen lässt zu Wünschen übrig.

Leider kann er sich nun noch nicht selber melden, da er sich immer noch auf der Intensivstation in Isolation befindet. Dies wird sich mindestens noch eine Woche so hinziehen.

Danke an Alle für die lieben Wünsche, die wir ihm überbringen und über die er sich freut!

Das lang erwartete Wochenende

Hallo, hier ist nicht Daniel, sondern Daniels Bruder Markus, der hier jetzt über die Ereignisse an diesem außergewöhnlichen Wochenende berichtet:

Es sollte Daniels Wochenende werden. Wir holten ihn wie abgemacht am Samstag morgen ab, um ihn mal wieder einen Tag sein Zuhause erkunden zu lassen. Er fieberte lang auf diesen Tag hin, den es sollte fast genau 4 Monate her sein, als er sich in diesen Räumen damals noch frei bewegen konnte. Der Tag verlief glatt: Es gab wie damals Mittagessen und nachmittags noch Kaffee und Kuchen. Zwei seiner engsten Freunde kamen zu Besuch und alberten mit ihm herum.

Es war schließlich 18.30 Uhr abends, als bei uns das Telefon klingelte. Nichts mehr besonderes für uns. Jedoch war die Info die man darüber erfuhr nicht alltäglich: Die Klinik meldete sich, wir sollten so schnell wie möglich zurück kommen, es sei ein Spenderherz für Daniel zur Verfügung …

Lang hatte Daniel auf diesen Moment gewartet, doch dass er so schnell kam ahnte keiner. Die Fahrt in die Klinik verlief normal, auch der Empfang war recht normal. Wir bekamen nur den Zeitplan geschildert, der besagte, Daniel sollte um 21.00 Uhr an der OP-Schleuse übergeben werden. Pünktlich um  21.05 Uhr wurde Daniel in der OP-Saal gefahren. Es sollte eine sehr lange schlaflose Nacht werden.

Wir schlugen uns die Nacht um die Ohren, ohne zu wissen, was gerade in diesem Saal geschah. Man wusste nicht, ob überhaupt schon angefangen wurde oder ob es schon längst zu spät sei.

Es dämmerte schon und Nebel stieg auf, als wir um 9.00 Uhr morgens die Nachricht bekamen, nach 12 Stunden OP-Zeit, dass alles gut verlaufen sei und Daniel gerade wieder gerichtet wurde um in die Intensivstation gefahren zu werden.

Die Uhr zeigte mittlerweile 9.45 Uhr als wir vor der Intensivstation in der Nähe des Aufzugs saßen und sich die Aufzugstüren öffneten. Wir sahen noch nicht hinein, aber wir hörten schon das gleichmäßige Piepsen des EKG Geräts und wussten sofort, von wem dies kam. Daniel wurd mit all seinen Gerätschaften zurück auf die Intensivstation gefahren. Er war noch sehr bleich und noch unter voller Narkose. Aber er hatte keine Kabel mehr die an eine Maschine gingen, welche seine Herzfunktionen übernahm.

Mittlerweile ist es 12.30 Uhr und Daniel liegt in einem abgeriegelten Transplantationszimmer auf der Intensivstation. Sein neues Herz schlägt, jedoch ist damit noch nicht viel überstanden. Die nächsten 24 Stunden werden zeigen, in wie Weit sein Körper das Herz aufnimmt und seine Wunden verheilen.

Es war sein Wunsch und Ziel ein neues Herz zu bekommen. Sein Wunsch ist erfüllt, nur sein Ziel noch lange nicht erreicht.

Aua sag ich nur

Meine Arm tut immernoch weh von der Infusion, aber dafür darf ich morgen heim.

Heute war (mal wieder) Besuch da, drei Leute sogar gleich, war voll lustig 🙂

An sonsten hab ich nur geschlafen, weil ich in der Nacht voll lang wach lag und nicht einschlafen konnte.

Morgen gehts dann nach Hause, ich freu mich schon ewig, hoffentlich is noch alles am Platz. Jetzt gehts erstmal früh ins Bett…

Plöd-Guter Tag

Plöd:

– Ich hab eine Infusion bekommen, was höllisch weh getan hat
– Ich hab’s Buffet verpasst am Abend
– Meine Füße tun immernoch weh wie Sau

Gut:

– Am Samstag darf ich heim (also von 10 bis 18 Uhr vllt.)
– Besuch Nr. 1: Meine Cousine Eva
– Besuch Nr. 2: Die Franzi, die jetzt (leider) nimmer auf unserer Schule ist